IKSR – Internationale Kommission zum Schutz des Rheins

136. Aktueller Stand der Umsetzung des Programms zur Wiedereinführung von Wanderfischen in den Rhein

Zusammenfassung

Das Aktionsprogramm der IKSR für den Rhein wirkt seit 1987 für das Ziel, Wanderfischen wie dem Lachs die Rückkehr in einen sanierten Rhein zu ermöglichen. Mit dem 2. Internationalen Rhein-Symposium „Lachs 2000“ in Rastatt hatte die IKSR 1999 erstmals Bilanz gezogen und festgestellt: Das Programm hat gegriffen. Etwa 180 erwachsene Lachse waren seit Programmbeginn in das Rheinsystem zurückgekehrt, um sich zu vermehren und erste Lachslarven konnten in Laichgruben in Rheinnebenflüssen wie Sieg und elsässische Ill festgestellt werden. Ermutigende Anfangserfolge, aber um eine stabile, sich selbst erhaltende Population handelte es sich zu diesem Zeitpunkt auf keinen Fall.

Heute, nach vier weiteren Jahren, belegen deutlich steigende Lachsrückkehrerzahlen einen sehr positiven Trend. Bis Anfang 2003 sind mehr als 1.900 erwachsene Lachse nachweislich in das Rheinsystem zurückgekehrt und in ihre „Heimatnebenflüsse“ aufgestiegen, wenn die Wanderwege passierbar sind. Detailangaben sind tabellarisch aufgeführt.

Allein am Fischpass in Iffezheim, der Mitte Juni 2000 in Betrieb ging, konnten bis Ende 2002 insgesamt 286 erwachsene Lachse und über 1000 Meerforellen registriert werden. Insgesamt nutzten mehr als 34.000 Fische den neu errichteten Fischpass, die 33 Arten zugeordnet wurden. Wie 1997 zwischen Frankreich und Deutschland vertraglich festgelegt, soll Ende 2003 mit dem Fischpassbau an der nächsten stromaufwärts gelegenen Staustufe Gambsheim begonnen werden. Mit diesem zweiten Fischpass am südlichen Oberrhein werden einige rechtsrheinische Schwarzwaldnebenflüsse wie beispielsweise die Kinzig für Wanderfische wieder erreichbar und besiedelbar.