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Mikroverunreinigungen

In Abwässern finden sich heute unterschiedlichste Mikroverunreinigungen wie beispielsweise Rückstände von Haushaltschemikalien, Körperpflegeprodukten und Arzneimitteln wie Antibiotika und hormonähnliche Substanzen, die in heutigen Abwasserreinigungsanlagen nicht zurückgehalten werden. Sie sind in sehr geringen Mengen in den Gewässern nachweisbar und können dort nachteilige Auswirkungen auf das Leben im Rhein haben und die Gewinnung von Trinkwasser negativ beeinflussen.

Mit der in die Wege geleiteten Strategie sollen die Einträge von Mikroverunreinigungen aus der Siedlungs- und Industrieentwässerung (vgl. Fachbericht Nr. 181 unter www.iksr.org) in Gewässer künftig verringert werden. Die Strategie ist darauf ausgerichtet, die Probleme umfassend darzustellen und noch bestehende Wissenslücken bei der ökotoxikologischen Bewertung der Mikroverunreinigungen zu schließen. Aus der großen Vielfalt chemischer Stoffe wurden 10 Stoffgruppen ausgewählt, für die anhand von Indikatorsubstanzen die Verbrauchs- und Anwendungsmengen, die Eintragspfade in die Gewässer, Messdaten aus Oberflächen-, Grund- und Trinkwasser sowie Qualitätskriterien und potentielle Maßnahmen analysiert und in Auswertungsberichten zusammen gefasst wurden. Auf Grundlage dieser Daten wurden für jede Stoffgruppe die effizientesten Maßnahmen dargestellt. Dies umfasst ein breites Spektrum von wichtigen Maßnahmen an der Quelle (z.B. Zulassung von Stoffen, Einschränkung der Anwendung) bis hin zu technischen Maßnahmen an zentralen Kläranlagen.

Die IKSR hat zu diesem Thema folgende Veranstaltungen durchgeführt:

Mikroverunreinigungen aus der Siedlungswasserwirtschaft

Mikroverunreinigungen aus diffusen Quellen

Die Auswertungsberichte für Humanarzneimittel, Biozide und KorrosionsschutzmittelÖstrogene, Röntgenkontrastmittel, Duftstoffe, Komplexbildner  sowie  Industriechemikalien  und der Bericht zur integralen Bewertung aller analysierten MIkroverunreinigungen und das Faltblatt Mikroverunreinigungen wurden fertig gestellt und stehen auf der IKSR-Website zur Verfügung.

Zu den Mikroverunreinigungen zählen auch Pflanzenschutzmittel, die teilweise über das Abwasser oder teilweise über andere Eintragspfade in Gewässer eingetragen werden. Eine ähnliche Strategie zur Vermeidung und Verringerung von Mikroverunreinigungen aus so genannten diffusen Einträgen anhand des Beispiels der Pflanzenschutzmittel steht ebenfalls zur Verfügung.