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Temperatur

Die durchschnittlichen Wassertemperaturen im Rhein sind im Zeitraum 1978 bis 2011 im Mittel um rund 1 °C bis 1,5 °C angestiegen. Die Abbildung zeigt für drei Rhein-Messstationen an der deutsch-schweizerischen Grenze bei Weil, bei Karlsruhe und bei Koblenz die Anzahl der Tage pro Jahr mit Wassertemperaturen über 22 °C.


Diese Entwicklung wird infolge des Klimawandels mit weiter steigenden Lufttemperaturen weitergehen (siehe IKSR-Fachbericht Nr. 209). Hinzu kommen genehmigte Wärmeeinleitungen aus Industrie und Energiegewinnung.


So hat eine extreme Hitzeperiode beispielsweise im Sommer 2003 verbunden mit niedriger Wasserführung zu einer außerordentlichen Erwärmung des Rheins und seiner Nebenflüsse geführt (siehe IKSR-Fachbericht Nr. 151).


In besonders warmen Sommern mit extrem niedrigen Abflüssen kann die Wassertemperatur so weit ansteigen, dass negative Auswirkungen auf das aquatische Ökosystem auftreten können (siehe IKSR-Fachbericht Nr. 204).


Wasserrechtliche Vorschriften schränken nutzungsbedingte Wärmeeinleitungen ein. Bei Wassertemperaturen über 28 °C im Rhein oder Nebenflüssen ist in der Regel keine zusätzliche Wärmeeinleitung mehr zulässig.