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Sedimente

Der Rhein transportiert natürlicherweise große Mengen an Geröll, Sand und Kies, das sogenannte Geschiebe. Dieses wird immer wieder verlagert. Die kleineren Teilchen des Geschiebes werden als  Sedimente oder Schwebstoffe bezeichnet.

Die Qualität der vom Rhein beförderten Sedimente/Schwebstoffe wirkt sich auf die Wasserqualität aus.

Da sich an den Sedimenten unlösliche Substanzen – auch Schadstoffe - anlagern und später wieder an das Wasser abgegeben werden können, sind Sedimente ein Langzeitgedächtnis für frühere Verschmutzungen. Die vielfältigen Nutzungsaktivitäten am Rhein können dadurch beeinflusst werden. Aus diesem Grund hat die IKSR einen Sedimentmanagementplan ausgearbeitet. Der jeweilige aktuelle Stand zur Umsetzung des Sedimentmanagementplans wird kurz in den interaktiven Karten und ausführlich im IKSR Bericht 212 beschrieben.

Der Alpenrhein trägt sehr große Mengen an Geröll und Kies in den Bodensee ein. Daher wird im Mündungsbereich ständig mit Schwimmbaggern Kies ausgehoben. Die Ablagerungen im Mündungsbereich des Alpenrheins bewirken, dass der Rhein den Bodensee ohne Geschiebe und Sedimentpartikel verlässt. 

Der erste bedeutende Sedimenteintrag kommt über die Aare, die Sedimente aus den zentralen Schweizer Alpen, dem Schweizer Mittelland und dem Jura mit sich führt.

Obwohl auf der Strecke zwischen dem Aarezufluss und Basel (70 km) bis Basel (Rhein km 170) nur kleinere Zuflüsse hinzukommen, steigt die vom Rhein transportierte Schwebstoffmenge auf dieser Strecke von etwa 0,5 Millionen Tonnen  auf rund 1,5 Millionen Tonnen an. Der südliche Oberrhein verliert durch Absetzen (Sedimentation) in Ruhewasserzonen innerhalb der Staustufenkette zwischen Basel und Iffezheim etwa 300 000 Tonnen der jährlichen Schwebstoffmenge.

An der deutsch-niederländischen Grenze bei Bimmen/Lobith (Rheinkilometer 865) beträgt die vom Rhein transportierte Schwebstoffmenge durchschnittlich ungefähr 3 Millionen Tonnen, dies entspricht etwa 150 000 Lastwagenladungen.

Wussten Sie ...

dass Schwimmbagger jedes Jahr 20 Millionen Kubikmeter Sediment aus dem Hafenbereich von Rotterdam entfernen müssen, um die für die Schifffahrt benötigten Tiefen sicherzustellen?

Die Sedimente werden über das Rhein-Maas-Delta, aber auch durch die Gezeitenströmungen eingetragen.