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Wirbellose Kleintiere

Im und am Gewässerboden des Rheins leben viele Kleintiere wie Moostierchen, Insekten, Weichtiere, Krebse, Egel, Strudelwürmer und Süßwasserschwämme. Sie sind mit dem bloßen Auge gerade noch erkennbar und werden als „Makrozoobenthos“ bezeichnet. Der Bestand der Kleintiere zwischen Bodensee und Nordsee wird von der IKSR seit 1990 in festgelegten Intervallen erfasst.

Mit der Abnahme der Abwasserbelastung durch den Kläranlagenbau und der damit einhergehenden Zunahme des Sauerstoffgehalts im Rheinwasser hat sich auch die Artenzahl der Kleintiere wieder deutlich erhöht.

Im Jahr 2012 wurden am Rhein von den Alpen bis zur Nordsee über 500 Arten festgestellt. Im Jahr 2000 wurden etwa 300 Arten dieser Kleintiere gefunden, die meisten am Hochrhein und im südlichen Oberrhein. 1990 und 1995 hatten die Forscher nur etwa 200 Arten entdeckt - ein Anzeichen dafür, dass sich die Kleintierfauna erholt. Allerdings sind die gefundenen Kleintiere anspruchslos und noch immer fehlen viele Insektenarten, die vor 100 Jahren im Rhein häufig waren, zum Beispiel die Eintagsfliege Oligoneuriella rhenania. Immerhin breiten sich einige charakteristische Flussarten wieder aus, die aus dem Rhein verschwunden waren. Jüngstes Beispiels sind die Großlibellen, deren Larven mehrfach im Rhein entdeckt wurden.

Unter den Kleintieren am Rheinboden finden sich viele anpassungsfähige „Neubürger“, wie Muscheln, Schnecken und Kleinkrebse aus dem Schwarzmeergebiet, Nordamerika und Asien, die über Kanäle und mit Schiffen eingereist sind.

Im IKSR-Fachbericht Nr. 227 „Das Makrozoobenthos des Rheins 2012“ wird diese biologische Qualitätskomponente behandelt.

 

Wussten Sie ...

dass im Rhein Schwämme leben?

Und wussten Sie, dass Schwämme Tiere sind, die das Wasser filtern?