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Plankton

Als Plankton werden im Wasser schwebende, meist mikroskopisch kleine Organismen bezeichnet. Es ist in großen Flüssen ein wesentlicher Bestandteil des Ökosystems. Einzellige Algen, das sogenannte Phytoplankton, stellen hier meistens den Hauptanteil der aquatischen Vegetation. Sie bewirken bei starker Entwicklung die bekannten Eutrophierungserscheinungen und beeinflussen damit die Wasserqualität.
Eine übermäßige Entwicklung von Planktonalgen deutet darauf hin, dass die Nährstoffgehalte im Rheinwasser zu hoch sind. Eine solche „Eutrophierung“ kann sich vor allem im Rheinunterlauf oder im IJsselmeer einstellen.
Stärker noch als durch den Nährstoffgehalt wird die Entwicklung des pflanzlichen Planktons in einem Strom wie dem Rhein jedoch durch die Fließgeschwindigkeit und andere physikalische und hydrodynamische Faktoren beeinflusst.
Im Rahmen der Aktionsprogramme "Rhein" und "Rhein 2020" der Internationalen Rhein-schutzkommission (IKSR) wird seit 1990 das Phytoplankton nach vergleichbaren Kriterien auf der gesamten Länge des Rheins vorgenommen in regelmäßigen Abständen beprobt.
Mit der Erhebung im Jahr 2006/2007 wurde das Programm erstmals an die Erfordernisse der EG-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) gemäß Anhang V angepasst und auf einen 6-jährigen Zyklus gestreckt.

Die Phytoplanktonbiomasse war im Jahr 2012 etwas höher als während der Monitoringprogramme der Jahre 2000 und 2006/2007. Im Langzeittrend bleibt allerdings die Phytoplanktonbiomasse, verglichen mit den Daten der 1980er Jahre, auf niedrigem Niveau. Dieser Langzeittrend korreliert mit dem Rückgang der Nährstoffkonzentrationen und der Einträge an Phytoplankton aus dem Bodensee, ist aber vermutlich zu einem gewissen Anteil auch durch die Filtrationsaktivität eingewanderter Muscheln begründet.

Im IKSR-Fachbericht Nr. 224 „Das Phytoplankton des Rheins 2012“ wird diese biologische Qualitätskomponente ausführlich behandelt.

Wussten Sie ...

dass pflanzliches Plankton die Grundlage alles Lebens im Wasser ist?

Es wird auch Phytoplankton genannt und setzt sich im Rhein hauptsächlich aus Kieselalgen und Blaualgen zusammen. Es dient dem tierischen Plankton als Nahrung. Dieses Zooplankton besteht im Rhein vor allem aus Urtieren und Rädertieren; im Deltarhein kommen auch Kleinkrebse wie Wasserflöhe und Hüpferlinge vor.