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Schwallbetrieb

In intermittierend arbeitenden Wasserkraftwerken entsteht ein periodischer Wechsel in der Wasserführung des betroffenen Gewässers, die zwischen hoher Wasserführung (Schwall/Schwell) und geringer Wasserführung (Sunk) sehr kurzfristig wechselt. Diese plötzlichen und völlig unnatürlichen Wasserschwankungen können die Gewässer beeinträchtigen durch eine:

  • Verminderung des Fisch- und Makrozoobenthosartenbestandes
  • Verminderung der Biomasse von Fischen und Makrozoobenthos
  • Veränderung der Artenzusammensetzung von Makrozoobenthos und Fischen
  • Zunahme des Abdriftens und Strandens von Gewässerorganismen (u.a. von Jungfischen)
  • Weitgehend biologische Verödung der Wasserwechselzone, da eine biologische Anpassung an ein kurzfristiges Trockenfallen und anschließendes Fluten nicht möglich ist.

Die IKSR beurteilt den Schwallbetrieb aus gewässerökologischen Gründen als gewässerschädlich und fordert die Umsetzung Schwall dämpfender Maßnahmen (z.B. Vergleichmäßigung des Abflusses, Verlangsamung des Schwallrückgangs).