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Maßnahmen zur Verbesserung des Ökosystems Rhein

Zur Verbesserung des Ökosystems Rhein fordert das IKSR-Programm zur nachhaltigen Entwicklung des Rheins, kurz „Rhein 2020“ genannt,  das ehemals vorhandene Netz rheintypischer Biotope (Biotopverbund) und die ökologische Durchgängigkeit des Rheins vom Bodensee bis zur Nordsee sowie die Durchgängigkeit der im Wanderfischprogramm enthaltenen Nebenflüsse wieder herzustellen. Im Einzelnen formuliert Rhein 2020 folgende Maßnahmen:

  • Freie Fließstrecken erhalten
  • Gewässerdynamik wieder zulassen
  • Ufer- und Sohlstrukturen vielfältiger gestalten
  • Altauen dem Fluss öffnen
  • Landwirtschaft in Auen extensivieren
  • Wanderhindernisse für Flussfauna beseitigen
  • Altarme und Gießen anbinden

Konkret sollen bis 2020 160 km² Überschwemmungsgebiet am Rhein und in der Rheinniederung sowie 1.000 km² im Rheineinzugsgebiet reaktiviert und die Fließgewässer auf einer Länge von 11.000 km renaturiert werden.

Vor allem die vielfältigen Ausbaumaßnahmen am Rhein selbst und an fast allen Nebenflüssen für Schifffahrt, Wasserkraftgewinnung und Hochwasserschutz haben die hydrologischen und morphologischen Verhältnisse in der Vergangenheit grundlegend verändert. Das Abschneiden von mehr als 85 Prozent der Auen an Ober- und Niederrhein hat zu einem immensen Verlust an Lebensräumen und an Rhein-typischen Tier- und Pflanzenarten geführt.