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Maßnahmenplanung

Bis 2015 sollen die Gewässer im Flussgebiet des Rheins den guten Zustand erreichen. Die Ergebnisse der Bestandsaufnahme sind die Grundlage für die weitere Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie: Gefährdete Gewässer müssen intensiver überwacht, Maßnahmen geplant und Nutzungen geregelt werden. Umweltbehörden, Naturschutzverbände und Wassernutzer müssen untereinander abstimmen, welche Maßnahmen an welchen Gewässern ökologisch sinnvoll und finanziell tragbar sind.

Für die Bestandsaufnahme haben die beteiligten Staaten auf unterschiedliche Daten und Verfahren zurückgegriffen. Ein Zusammenführen und Vergleichen der Ergebnisse aus den Teileinzugsgebieten ist deshalb nur bedingt möglich. Überall dort, wo es derzeit unwahrscheinlich oder unklar ist, ob die Gewässer die Umweltziele erreichen, sind ab 2006 ausführliche Überwachungsprogramme angelaufen und nehmen die Belastungen näher unter die Lupe.

Mittels vergleichbarer biologischer und chemischer Messverfahren werden die Gewässer dann endgültig eingestuft und bis 2009 geeignete Maßnahmen geplant.

Für die Maßnahmenplanung für das gesamte Einzugsgebiet wurden folgende wichtige Bewirtschaftungsfragen ausgemacht:

  • Durchgängigkeit der Flüsse wiederherstellen und die Vielfalt der Lebensräume am Gewässer erhöhen,
  • diffuse Belastungen verringern, insbesondere Nährstoffe, Pflanzenschutzmittel, Schwermetalle, gefährliche Stoffe aus Altlasten,
  • punktuelle Belastungen weiter verringern, insbesondere Belastungen durch industrielle und kommunale Einleitungen,
  • Wassernutzungen und Umweltziele der Wasserrahmenrichtlinie in Einklang bringen: Schifffahrt, Wasserkraftnutzung, Hochwasserschutz und andere.