Menu
Breadcrumb

Vernetzung der Besucherzentren im Rheineinzugsgebiet

Hintergrund
Der Rhein verbindet die Alpen mit der Nordsee und somit auch unterschiedliche ökologische Lebensgemeinschaften. In Laufe der Zeit sind jedoch verschiedene Hindernisse entstanden, welche den Austausch der Lebensgemeinschaften erschweren. Zu den Zielen der Arbeiten der Internationalen Rheinkommission gehört, diese Hindernisse wieder passierbar zu machen. Außerdem arbeitet man an der Wiederherstellung von Habitaten, so dass wandernde Tiere wieder über gute Lebensräume und Laichgebiete verfügen.
Wenn man an einer Stelle am Fluss steht, ist nicht direkt klar, welche Verbindung zu weiter flussaufwärts gelegenen Flussabschnitten besteht. Wer an der Mündung des Rheins am Haringvliet einen Lachs vorbeischwimmen sieht, hat kaum eine Vorstellung von der Reise, die er noch vor sich hat oder von dem Laichgebiet im Elsass, in das er aufsteigen will. Auf der anderen Seite kann sich jemand, der einen Fisch durch den Fischpass bei Iffezheim aufsteigen sieht nur schwer vorstellen, wie der gleiche Fisch den Abschlussdeich überwunden hat.

Ziel
An verschiedenen Stellen im Rheineinzugsgebiet sind Besucherzentren eingerichtet worden, die den Besuchern den Fluss und die Maßnahmen nahebringen, die ergriffen worden sind, um Hindernisse zu überwinden. Sie erläutern häufig die Verbindungen zwischen den stromauf- und stromabwärts gelegenen Flussabschnitten. Diese Rolle kann eventuell durch Verbindungen mit anderen Besucherzentren, beispielsweise durch Bildmaterial von dem Fischpass bei Iffezheim, das am Haringvliet ausgestellt wird oder umgekehrt, unterstützt werden.
Ziel der Aktion ist, Besucherzentren, die rund um das Thema Wasser informieren, besser miteinander zu verknüpfen, um der breiten Öffentlichkeit mehr Einblick in die Bedeutung der Wiederherstellung von Habitaten und der ökologischen Durchgängigkeit (für Fische und andere Tiere, einschließlich der Arten aus der FFH-Richtlinie) zu geben. Ein übergeordnetes Handlungskonzept und ein wachsendes Netzwerk sollen die Öffentlichkeit verstärkt auf jede einzelne Örtlichkeit aufmerksam machen und gleichzeitig aufzeigen, dass jedes Projekt Teil eines größeren Kontextes ist.