
Im Jahr 2000 ließ die IKSR Aale und Rotaugen aus dem Rhein auf etwa 30 Schadstoffe testen. Das Ergebnis ähnelte der Untersuchung im Jahr 1995. Rotaugen, die häufigsten Rheinfische, sind heute zum Verzehr geeignet.
In einem Teil der untersuchten Aale ist der Stoff Hexachlorbenzen (HCB) noch zu hoch konzentriert und gilt nach dem Lebensmittelrecht als bedenklich. In Aalen reichern sich diese Schadstoffe aufgrund ihres hohen Fettgehalts am stärksten an. Die höchsten HCB-Gehalte fand man in Rhein-Aalen aus dem Ober- und Mittelrhein.
Die HCB-Gehalte in Fischen und Sedimenten stammen aus einer zwischenzeitlich stillgelegten Chemiefabrik in der Nähe von Rheinfelden, in der dieser Stoff als Nebenerzeugnis auftrat. Auch die PCB in Sedimenten stammen aus einer alten Belastung. Diese Stoffe wurden früher vor allem in Transformatoren und als Hydraulikflüssigkeit eingesetzt. Die Gehalte an anderen Schadstoffen waren in den untersuchten Fischen relativ niedrig.