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Ökologie

Der ökologische Zustand des Rheins und seiner Nebenflüsse hat sich dank der vorbildlichen Zusammenarbeit der IKSR - Rheinanliegerstaaten weiter verbessert. Die meisten der im „Programm für die nachhaltige Entwicklung des Rheins“ – „Rhein 2020“- der IKSR formulierten Ziele für die ökologische Aufwertung des Rheinstroms sind auf einem guten Weg bis zum Zieljahr realisiert zu werden. Die Fortschritte bis zum Jahr 2012 werden in der Broschüre „Fortschrittsbericht Rhein 2020“ vorgestellt. 

Rheinauen werden wieder überschwemmt, Altarme haben wieder Verbindung zum Fluss und auf kleinen Strecken sind Uferstrukturen ökologisch verbessert. Die Zahl der Tier- und Pflanzenarten hat zugenommen. Der Lachs und andere Wanderfische können seit 2006 von der Nordsee aus Straßburg wieder erreichen.
Auch die Verbindung der verschiedenen Lebensräume entlang des Rheins vom Bodensee bis zum Meer zu einem Biotop-Verbund läuft erfolgreich. Dabei setzt das Handlungskonzept der IKSR klare Ziele und räumliche Schwerpunkte und verbindet Gewässer-, Natur- und Hochwasserschutz.

Trotz der Erfolge ist die ökologische Funktionsfähigkeit des Gesamtsystems Rhein noch nicht zufrieden stellend. Vor allem die ökologische Durchgängigkeit des Rheins vom Bodensee bis zum Meer sowie seiner Nebenflüsse ist weiter zu verbessern. Weitere Ziele umfassen die Erhöhung der Strukturvielfalt im Uferbereich des Rheins und seiner Rheinarme (Rhein 2020 Bilanz 2005),  sowie die Ausweitung von Auen. 

Für die Wiederherstellung der ökologischen Durchgängigkeit des Rheins und seiner Nebenflüsse hat die IKSR einen „Masterplan Wanderfische Rhein“ (Bericht Nr. 179, PDF 4,2 MB) ausgearbeitet. Ein erster umfassender Fortschrittsbericht zum „Masterplan“ (Bericht Nr. 206) zeigt die seit 2009 umgesetzten Maßnahmen in den Programmgewässern des Rheineinzugsgebiets.

Diese ökologischen Hilfestellungen sind nötig, da vielfältige Ausbaumaßnahmen am Rhein selbst und an fast allen Nebenflüssen die hydrologischen und morphologischen Verhältnisse grundlegend verändert haben. Das Abschneiden von mehr als 85 Prozent der Auen an Ober- und Niederrhein hat beispielsweise zu einem immensen Verlust an Lebensräumen und an Rhein-typischen Tier- und Pflanzenarten geführt.

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 (23. 03. 2017)
 
Der Rhein ist die wichtigste Kultur- und Handelsachse Mitteleuropas, In seinem Einzugsgebiet leben 58 Millionen Menschen in neun Staaten.  (23. 03. 2017)
 
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Wussten Sie ...

dass das Ökosystem des Rheins wie ein Mosaik ist?

An keiner Stelle des 1233 km langen Flusslaufs ist es gleich. Folgt man dem Strom, ändern sich die Eigenschaften des Wassers und des Flussbettes ständig, und mit ihnen die Verbreitung der vielen hundert Tier- und Pflanzenarten, die im Rhein und seinen Neben- flüssen heimisch sind.